Neues aus dem DZA |

Parallel zur Science Week Anfang November findet dieses Jahr in Berlin erstmals das Format „Wissen zwischen Büchern“ statt, bei dem Wissenschaftler*innen ihr Wissen in Stadt(teil)bibliotheken tragen.

Wir freuen uns, dass auch das Deutsche Zentrum für Altersfragen dazu beitragen darf und würden uns freuen, Sie bei folgenden Programmpunkten begrüßen zu dürfen:

 

Warum vielfältige Altersbilder in Bilder- und Kinderbüchern ein wichtiges Thema sind

Aus der Forschung ist bekannt, dass die Altersbilder, die wir haben, unser Alter(n) beeinflussen. Menschen, die ein positives Bild vom Altern haben, altern zufriedener und gesünder. Altersbilder entstehen bereits früh im Leben, deshalb ist es wichtig, bereits Kindern ein vielfältiges Bild der späten Lebensphase und der Menschen, die sich in ihr befinden, zu vermitteln. Wir stellen einige in diesem Sinne gelungene Bilder- und Kinderbücher vor, unterhalten Kinder und Eltern mit einem Kamishibai-Theater und in einem Vortrag erläutert Dr. Svenja Spuling die Entstehung und die Bedeutung von Altersbildern.

Mo, 02.11.2026, 15:00-18:00h
Bezirkszentralbibliothek Tempelhof-Schöneberg Eva-Maria-Buch-Haus, Götzstraße 8-12, 12099 Berlin

 

Einfach mal reden – Reichweite und Wirkung der Silbernetz-Hotline

Ältere Menschen sind nicht häufiger einsam, finden aber schwerer wieder aus der Einsamkeit raus. Die Silbernetz-Hotline hört zu. Ob die Silbernetz-Hotline die richtige Zielgruppe erreicht und ob sie wirksam ist, wurde gerade evaluiert. Dr. Oliver Huxhold (Deutsches Zentrum für Altersfragen) stellt die Ergebnisse des Projektes ReWisil vor und Hans Carl von Werthern (Silbernetz) erläutert, wie Silbernetz konkret arbeitet und wie Einsamkeit auch mit Altersdiskriminierung zusammenhängt. Gerne würden wir anschließend mit den Besucher*innen ins Gespräch kommen.

Di, 03.11.2026, 15:00-16:30h
Stadtteilbibliothek Friedrich-von Raumer Bibliothek, Dudenstraße 18-20, 10965 Berlin

 

Hot Topic „Altersfreundlicher Kiez“

Wie gelingt ein gutes Leben im Bezirk? Diskutieren Sie mit über Teilhabe in der Nachbarschaft und die barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raums. Das neu beschlossene Berliner Altenhilfestrukturgesetz stellt die Weichen für die Unterstützung älterer Menschen neu. Auch die aktuelle Umgestaltung des Platzes der Luftbrücke bietet Anlass, darüber nachzudenken, welche baulichen und sozialen Maßnahmen ein selbstbestimmtes und lebenswertes Älterwerden im Kiez fördern können. Welche Chancen ergeben sich daraus für die zukünftige Entwicklung unseres Stadtteils? Darüber möchte Dr. Michael Weinhardt mit Ihnen ins Gespräch kommen und diskutieren.

Mi, 04.11.2026, 11:00-12:30h sowie Do, 05.11.2026, 14:00-15:30h
Stadtteilbibliothek Friedrich-von Raumer Bibliothek, Dudenstraße 18-20, 10965 Berlin

Das komplette Programm gibt es unter https://www.wissen-zwischen-buechern.de/. Über zahlreiches Erscheinen würden wir uns ebenso freuen, wie über Verbreitung der Veranstaltungshinweise.

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Interview |

Am 01. Oktober startete der neue Film von Doris Dörrie „Frau Winkler verlässt das Haus“. Der Film wird seitdem intensiv in den Feuilletons diskutiert, unter anderem geht es um die Rolle von KI und Robotern in der Pflege der Zukunft. Auch Kolleg*innen des DZA hatten die Gelegenheit, sich den Film anzuschauen und sich aus alternswissenschaftlicher Sicht Gedanken zu dem Film zu machen. In einem internen Interview ordnen Silke Migala und Frank Berner von der Geschäftsstelle für die Altersberichte der Bundesregierung das Gesehene ein.

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Pressemitteilung |

Ob gutes Altern in den eigenen vier Wänden gelingen kann, hängt von verschiedenen Aspekten ab. Barrierefreiheit, Infrastruktur und Sicherheitsempfinden werden besonders wichtig, wenn Menschen mit zunehmendem Alter mehr Zeit in ihrer Wohnung verbringen.

 

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Nowossadeck, S., Lozano Alcántara, A., & Romeu Gordo, L. | Neue Veröffentlichung |

Nowossadeck, S., Lozano Alcántara, A., & Romeu Gordo, L. (2026). Barrierefreiheit, Versorgung, Sicherheit: Wie altersgerecht ist das Wohnen für Menschen ab 65? [DZA Aktuell 03/2026]. Berlin: Deutsches Zentrum für Altersfragen. doi.org/10.60922/bv53-e834

Kernaussagen

  • Die Befunde zum altersgerechten Wohnen bei Menschen ab 65 Jahren zeigen 2023 ein ambivalentes Bild: Die Infrastruktur im Wohnumfeld wurde von vielen älteren Menschen als ausreichend bewertet. Gleichzeitig bestanden erhebliche Defizite bei der Barrierefreiheit der Wohnung und beim Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum.
  • Vollständig barrierefreie Wohnungen waren bei älteren Menschen sehr selten. Nur 5,6 Prozent der Personen ab 65 Jahren lebten in einer Wohnung, die alle hier verwendeten Kriterien der Barrierefreiheit erfüllte: stufenloser Zugang zur Wohnung und zu den Zimmern, barrierefreier Zugang zu den Sanitärräumen und bodengleiche Dusche.
  • Nur etwa ein Fünftel der Menschen ab 65 Jahren konnten ihre Wohnung und die Zimmer erreichen, ohne Stufen überwinden zu müssen. Männer, Personen in Wohneigentum sowie funktional nicht eingeschränkte Personen lebten besonders selten in einer Wohnung mit stufenlosem Zugang.
  • Die große Mehrheit der älteren Menschen bewertete die Versorgung im Wohnumfeld positiv. 76,6 Prozent der Personen ab 65 Jahren gaben an, dass genügend Einkaufsmöglichkeiten vorhanden waren; 78,5 Prozent bewerteten die ärztliche und pharmazeutische Versorgung als ausreichend.
  • Die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr wurde ebenfalls mehrheitlich positiv bewertet. 69,3 Prozent der Personen ab 65 Jahren schätzten ihr Wohnumfeld als gut an den ÖPNV angebunden ein; bei den Hochaltrigen waren es 70,9 Prozent. Besonders positiv fiel die Bewertung in Großstädten aus.
  • Mehr als ein Drittel der Menschen ab 65 Jahren fühlte sich 2023 nach Anbruch der Dunkelheit im Wohnumfeld nicht sicher. Bei Frauen traf dies auf fast die Hälfte zu, doppelt so oft wie bei Männern. Auch armutsgefährdete Personen, Personen, die zur Miete wohnten und diejenigen mit gesundheitlichen Einschränkungen gaben häufiger Unsicherheitsgefühle an.

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Neues aus dem DZA |

Ulrike Ehrlich ist einer der besten 100 Köpfe der Wissenschaft in Berlin 2026

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Pressemitteilung |

Anlässlich der Veröffentlichung des Bildungsberichtes der OECD am 29.09.2026.

(Weiter-)Bildung spielt nicht nur für jüngere Menschen eine wichtige Rolle. Auch Menschen in der zweiten Lebenshälfte nutzen weiterhin Möglichkeiten zur Weiterbildung – beruflich ebenso wie in ihrer Freizeit. Zugleich zeigen Befunde des Deutschen Alterssurveys (DEAS), dass Teilnahme an Kursen oder Vorträgen in der Freizeit, vermittelt über neue soziale Kontakte und Gelegenheiten, auch mit der Aufnahme eines Ehrenamts verbunden sein können. Die Ergebnisse unterstreichen somit die Bedeutung lebenslangen Lernens.

 

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Wünsche, J. & Spuling, S. M. | Neue Veröffentlichung |

Wünsche, J. & Spuling, S. M. (2026). Berufliche Weiterbildungsbeteiligung und Altersbilder von Menschen in der zweiten Lebenshälfte: Befunde des Deutschen Alterssurveys (DEAS) 2023 [DZA-Fact Sheet]. Berlin: Deutsches Zentrum für Altersfragen. doi.org/10.60922/v8jn-a703

Ergänzend zu bereits veröffentlichten Befunden zur Bildungsbeteiligung und zu individuellen Altersbildern von Menschen in der zweiten Lebenshälfte untersucht dieses Fact Sheet, wie sich die berufliche Weiterbildungsbeteiligung erwerbstätiger Personen zwischen 43 und 65 Jahren nach ihren individuellen Altersbildern unterscheidet. Betrachtet werden sowohl die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung in den vergangenen drei Jahren als auch die Bereitschaft zu einer zukünftigen Teilnahme. Die Analysen auf Basis des Deutschen Alterssurveys (DEAS) 2023 zeigen, dass ein gewinnorientiertes Altersbild hinsichtlich persönlicher Weiterentwicklung nicht statistisch gesichert mit einer höheren Weiterbildungsteilnahme oder Teilnahmebereitschaft einhergeht. Es lässt sich somit nicht ableiten, dass dieses individuelle Altersbild eine ausschlaggebende Rolle für die berufliche Weiterbildungsbeteiligung spielt.

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Pressemitteilung |

Wer Angehörige im späten Erwerbsleben intensiv pflegt, kann später geringere Rentenansprüche haben – besonders dann, wenn für die Pflege keine zusätzlichen Rentenpunkte gutgeschrieben werden. Das zeigen aktuelle Analysen des Deutschen Zentrums für Altersfragen auf Basis verknüpfter Befragungs- und Rentenversicherungsdaten.

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Pressemitteilung |

Menschen im mittleren und höheren Erwachsenenalter in Deutschland sind gegenüber gesellschaftlichen Krisen nicht dauerhaft widerstandsfähig. Eine neue Studie auf Basis des Deutschen Alterssurveys zeigt: Während frühere Krisen nur vorübergehende oder geringe Spuren im psychosozialen Wohlbefinden hinterließen, haben sich zentrale Wohlbefindensindikatoren seit 2021 deutlich verschlechtert.

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Bünning, M. & Keufert, T. | Neue Veröffentlichung |

Bünning, M. & Keufert, T. (2026).: Großelternschaft und Urgroßelternschaft in Deutschland: Befunde des Deutschen Alterssurveys (DEAS) 2023. Berlin: Deutsches Zentrum für Altersfragen. doi.org/10.60922/ddk3-wd83

Dieses Fact Sheet gibt auf Basis des Deutschen Alterssurveys 2023 zunächst einen Überblick darüber, wie viele Frauen und Männer in der zweiten Lebenshälfte Enkelkinder haben, wie viele Enkelkinder sie durchschnittlich haben und wie alt sie bei der Geburt ihres ersten Enkelkindes waren. Zudem wird dargestellt, wie hoch die gemeinsame Lebenszeit von Großeltern und Enkelkindern in etwa ist. Darüber hinaus wird untersucht, wie viele Großeltern Enkelkinder im betreuungsintensiven Alter haben, wie hoch der Anteil der Großeltern ist, die sich an der Betreuung der Enkelkinder beteiligen, und wie viel Zeit Großmütter und Großväter dafür aufwenden. Abschließend wird dargestellt, wie hoch der Anteil der Männer und Frauen in der zweiten Lebenshälfte ist, die bereits Urenkelkinder haben.

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